Ein Signal für die Fürsorge

24.07.2014

Kampagne - PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz macht mit einem Koffer auf die Arbeit im Seniorenheim aufmerksam

Von Silvia Dott

MAINZ - „Ein Koffer geht durchs Land.“ Unter diesem Motto eröffnete die Pflege-Gesellschaft Rheinland-Pfalz (PGR) gestern ihre Kampagne „Pflegesignal“ in der Seniorenresidenz „Mundus“ (Große Bleiche). Albrecht Bähr,Erster PGR-Vorstandsvorsitzender, überreichte in Anwesenheit von Gesundheitsminister Alexander Schweitzer Mundus-Direktor Markus Wagner den ersten Aktionskoffer. Dieser enthält alles, was eine Pflegeeinrichtung braucht, um selbst eine Kampagne zu starten.

Die Aktion „Pflegesignal“ wurde 2013 zum ersten Mal gestartet. In dem Koffer befinden sich Flyer, ein Plakat, ein Datenstick, Schlüsselbänder, weiteres Info-Material und eine frei wählbare Anzahl an 50-Cent-Münzen. Die Münzen kann man auf den Boden kleben. Daneben ist der Slogan zu lesen „Wenn Sie zu alt sind, um das selbst aufzuheben, sind wir für Sie da!“

Die PGR hoffe, dass möglichst viele Einrichtungen den Koffer bestellen. „Ziel ist es, das Ansehen der Altenpflege zu steigern und für sie zu werben“, sagte Bähr. Möglichst viele junge Leute müssten für den Beruf des Altenpflegers oder des Pflegeassistenten begeistert werden. Über Slogans wie „Kann Ihre Tante nicht mehr in die Oper? Wir spielen für sie Chopin“ versuche man, ins Gespräch zu kommen.

Die Pflege sei eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe. Dennoch würden Menschen in Pflegeberufen eher bedauert. Das müsse sich ändern, sagte der Minister. Die Bemühungen des Landes und der PGR hätten erste Früchte getragen. „Die Zahl der Auszubildenden hat sich um 28 Prozent erhöht. Aber dennoch fehlten zurzeit 3000 Pflegekräfte, bundesweit sogar 30 000.“

In den meisten Pflegeeinrichtungen werde eine hervorragende Arbeit geleistet. Es werde aber immer nur über Skandale gesprochen, so Schweitzer weiter. Tatsächlich aber werde Zuneigung und Fürsorge weitergegeben.

„Die neue Bundesregierung hat sich die Pflegereform auf die Fahnen geschrieben.“ Die Pflegesätze müssten erhöht werden. Es sei auch angedacht, die Pflegeberufe zu akademisieren, um sie attraktiver zu machen. Die Pflege gehöre in dem kommenden Jahren, schon wegen der demografischen Entwicklung, in die Mitte der Gesellschaft.

Quelle: www.allgemeine-zeitung.de

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